Das Online Magazin zum Berliner Nahverkehr mit Online-Archiv

Das Online-Archiv zum Berliner Nahverkehr

Historische  Fahrkarten - Mustersammlung aus der Berliner Verkehrsgeschichte

Einzelfahrausweise (BVG-Ost 1949 -1991)

Übersicht der verwendeten Fahrschein-Muster “Einzelfahrscheine Ostberlin”

Detailinformationen zu den Tarifen finden Sie unter “Tarifwesen

Die Übersicht der Fahrscheine hat keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit, zu vielseitig ist das Angebot über die Jahre gewesen. Je nach Druckauflage gab es auch feine Unterschiede, etwa der Schriftart der Fahrscheinnummern, leichte Farbabweichungen und Unterschiede in der Papierqualität. Die Übersicht wird künftig weiter ergänzt, noch ist der gesamte Bestand der Fahrkarten der BVS-Autorengruppe nicht digital erfasst. Wenn Sie Ergänzungen oder Korrekturen beitragen möchten, wenden Sie sich an die Redaktion (siehe Impressum).

Bemerkungen zum abgebildeten Fahrschein

Fahrscheinmuster

Bemerkungen zum abgebildeten Fahrschein

Fahrscheinmuster

Tarifperiode BVG-Ost ab 1949

Seit der Währungstrennung beider Stadthälften wurden nun zwei Fahrscheinarten ausgegeben, um die entrichtete Währung erkennen zu können.

EU-1948O_G

Schülerfahrschein im Währungsgebiet Ost erworben.

ES-1948O_G

Umsteigefahrschein U-Bahn für den Betriebsteil im Währungsgebiet der Ostmark (1949). Fahrscheine sind gleich der Ausgabe in Westberlin, lediglich der Farbdruck verrät die Herkunft und damit die Gültigkeit.

EU_Ost-1949_BVB_B

Für die einfache Geradeausfahrt wurden weiterhin die seit 1944 ungültig gewordenen Teilstreckenscheine aus den Geberautomaten ausgegeben.

E-1948O_G1
E_Ost-1949_B
E-1948O_G

Umsteigefahrschein U-Bahn (Kind) für den Betriebsteil im Währungsgebiet der Ostmark (1949)

EK-1949_Ost_B

Die Firmenadresse auf den Fahrausweisen bis September  1949 verweisen noch auf die Westberliner Adresse Potsdamer Strasse 188, erst ab Oktober 1949 firmiert eine BVG-Ost in Ostberlin

 

Umsteigefahrschein U-Bahn (Schüler) für den Betriebsteil im Währungsgebiet der Ostmark (1949). Variante ohne Druckereivermerk

ES-1949_Ost_B1

Umsteigefahrschein U-Bahn (Schüler) für den Betriebsteil im Währungsgebiet der Ostmark (1949), Variante Druckerei Fasbender

ES-1949_Ost_B

Einzelfahrschein (oben 1953, unten 1956) BVG-Ost, für eine Fahrt auf der U-Bahn. Fahrpreis: 20 Pfennig (Ost).

Bei Fahrtantritt im Ostsektor (hier abgebildet Stempelaufdruck Spittelmarkt, bzw. Alexanderplatz) konnte mit diesem Fahrschein in den Westsektor gefahren werden, ohne ein neuen Fahrschein lösen zu müssen. Ein Umsteigen bei der U-Bahn- West war damit jedoch nicht erlaubt. Verwendet bis 2/1966

EU_BVB-1953_B

1951: Kinderfahrschein mit Umsteigeberechtigung, Ausgabe U-Bahn vom Blockverkauf

ESU-1951_BVB_B
EU-1956_B-BVB

Normaltarif U-Bahn (Umsteigeberechtigung) vom Block (1951)

EUU-1951_BVB_B

1950: Anpassung des Aufdrucks (bisher Teilstreckenaufdruck) für Einfache Fahrt, Fahrschein aus Fahrscheingber

E-1950O_G

Tarif für Schwerbeschädigte,  U-Bahn (Umsteigeberechtigung) vom Block (1952)

EUU-Sb-1952_BVB_B

Umsteigefahrschein (ab 9/1952) der BVG-Ost: roter Streifen in Kartenmitte.

U-1953O_G

1951: Fahrschein für einfache Fahrt auf der U-Bahn

E-1951O_G

Gültig ab 1.1.1953: 4 Schwerbeschädigten- Fahrausweise, je nach Verkehrsmittelfarbe. Hier: Abbildung für Ausgabe auf dem Autobus

Sb_Bus-1953O_B

Schwerbeschädigten- Fahrausweise, je nach Verkehrsmittelfarbe. Hier: Abbildung für Ausgabe auf dem Oberleitungsbus

Sb_Obus-1953O_B

Schwerbeschädigten- Fahrausweise, je nach Verkehrsmittelfarbe. Hier: Abbildung für Ausgabe auf dem Straßenbahn

Sb_Strab-1953O_B

Schwerbeschädigten- Fahrausweise, je nach Verkehrsmittelfarbe. Hier: Abbildung für Ausgabe auf dem Untergrundbahn

Sb_U-Bahn-1953O_B

Einzelfahrt Omnibus

EA-1956_B

Rückseite mit Reklameaufdruck

EA-1956_B_rs

Übergangsfahrschein BVG zur S-Bahn (1957)

U_DR-1957B

Übergangsfahrschein BVG (Ost) zur S-Bahn (1964). Von der DR wurden auch Übergangsfahrscheine ausgegeben, die wir hier jedoch nicht abbilden.

EDR-1964_BVB_B

Übergangskarte Bahnhof Schönhauser Allee, wie nebenstehend

DR_BVG-1955_B

Übergangskarte (ausgebende Stelle S- Bahn) zur BVG (verwendet 1958 - 1966). Hier sind einige abweichende Variationen über den Zeitraum von 8 Jahren bekannt. Umseitig: Tagesdatum von der ausgebenden Stelle gestempelt. Abriss für Zeitkartenwagen der BVG Ost

U-DR-1964O_DR

Umsteigefahrschein der BVG-Ost (1959) aus Fahrscheingeberautomat U- Bahn

Am Hinweis “Obus” lassen sich die Fahrscheine eindeutig dieser Zeit zuordnen (vor ca. 1955 fehlte dieser Hinweis)

U-1959O_G

Schülerfahrschein der BVG-Ost (1959) aus Fahrscheingeberautomat U- Bahn (in dieser Form ab 9/1952 ausgegeben, etwa ab Mitte der 50er Jahre mit dem Hinweis “Obus”)

S-1959O_G

Fahrschein der BVG-Ost für eine einfache Fahrt (1959) aus Fahrscheingeberautomat U- Bahn

E-1959O_G

Fahrschein für eine einfache Fahrt mit der U-Bahn (1961), Ausgabe vom Block. Ausgabe erfolgt nur gestempelt ( = entwertet).

EU-1961O_B

Umsteigefahrschein für Schwerbeschädigte mit Berechtigungsausweis (1960), Ausgabe U-Bahn (Blockverkauf)

EUU-Sb-1960_B

1961: Schüler- und Fahrausweis für Schwerbeschädigte (gleicher Fahrpreis) zusammengefasst. Abverkauf vom Block (U- Bahn)

Sb-1961O_B

Ab Mai 1961: Vereinheitlichung der Fahrtscheine des Nahverkehrs in der DDR zur Optimierung der Druckkosten. Fahrschein für eine einfache Fahrt (für alle Verkehrsmittel der BVG-Ost), verwendet bis 28.2.1966. Abgabe vom Schaffner (Block) für 20 Pfennig.

E-1965_Ost_B

Ab Mai 1961 bis Februar 1966:  Ermäßigter Tarif (Schüler) (4x5 cm)

S-1966O_B

Übergangsfahrschein (1962) zur S-Bahn (Deutsche Reichsbahn). Dieser Fahrschein wurde von der BVG-Ost ausgegeben und berechtigte zum Übersteigen auf eine S-Bahn, siehe Rückseite

U-DR_1962_B

Auf der Rückseite das abgebildete S-Bahnnetz innerhalb der Gültigkeit dieses Überstiegsfahrscheines. Das Übersteigen war jedoch nur im Ostsektor erlaubt, die Fahrt durfte jedoch bis 13.8.1961 auch nach Westberlin erfolgen.

U-DR_1962_rs_B

Tarifperiode ab 1.3.1966

Mit der Einführung des schaffnerlosen Verkaufsbetriebes in den Fahrzeugen der Ostberliner Nahverkehrsmitteln entfiel der Überstieg- und Umsteigefahrschein. Für 20 Pfennig war der “Geradeaustarif” bei Bus und Bahn gültig. Das Umsteigen erfordert den neuen Erwerb  eines Fahrscheines zu 20 Pfennig. Für Umsteiger damit eine Preiserhöhung. Die Fahrscheinvielfalt war nun stark eingeschränkt worden.

Der Fahrscheingeber bei der U- Bahn Ost wurde noch 1968 verwendet. Ein rückseitiger Aufdruck erfolgte hier jedoch ab 1968 nicht.

E-1968O_G

Fahrkartenausgabe U-Bahnhof Friedrichstrasse der BVG-Ost (bis 1/1984): Abverkauf nur gegen Westmark im Verkehrsbereich West (U6) zur beginnenden Fahrt ab Friedrichstrasse in den Westsektor, Tarif dem der BVG-West angeglichen (hier ab 3/1972 für 60 Pfennig West)

EU-1972O_G

Dienstfahrschein für eine einfache Fahrt, vom Abrissblock ausgegeben.

DF-1968_BVB_B

Umseitig ein Hinweis zur Verwendung des Fahrscheines bei schaffnerlosen Strassenbahn

DF-1968_BVB_rs_B

Fahrscheine aus der Zahlbox: In den Verkehrsmitteln (Bus, Straßenbahn, Obus, U-Bahn- Zugangssperren) wurden diese durch den Fahrgast handbedienten Zahlboxen aufgestellt, die diese Streifenfahrscheine abgaben.

Gültig für eine Fahrt in dem Fahrzeug, wo der Fahrschein gezogen wurde.

EA-1966O_Z      EO-1966O_Z

Tarifinformation (1976) für den Nahverkehr in der Hauptstadt der DDRDie ab 1976 ausgegebenen Fahrscheine für den Ostberliner Nahverkehr (S-Bahn Preisstufe 1) trugen den Aufdruck “Städt. Nahverkehr Hauptstadt der DDR”.

Ausgegeben wurde von der Deutschen Reichsbahn (S-Bahn) Kartonkarten (Edmonsische Fahrkarten), von den Ostberliner Verkehrsbetrieben (BVB) dünne Papp- oder Papierkarten gleichen Formates von der Rolle.

Einzelfahrt, keine Umsteigeberechtigung, Anwendung auch bei der S-Bahn Berlin, ab Oktober 1989 auch in der gesamten DDR

EK_020-2

Schülerfahrschein (BVB). Diese Fahrscheine trugen nur den Aufdruck “BVB”, da sie von der S- Bahn (Deutsche Reichsbahn, DR) nicht anerkannt wurden. Dort gab es keinen vergleichbaren Ermäßigungstarif.

Eschuler_BVB

Einzelfahrt, keine Umsteigeberechtigung

EK_020-1

Fahrscheinstreifen von der Rolle (Einzelfahrt, keine Umsteigeberechtigung)

E-BVB_R

Abschnitt einer Sammelkarte Normaltarif (5 Fahrten zu 1 Mark)

SK_080-1

Abschnitt einer Sammelkarte Ermäßigungstarif (5 Fahrten zu 50 Pfennig.

Keine Anerkennung bei der S- Bahn (DR)

SkS-BVB-2
Sk-1976_Fahrt5_BVB

 

 

Tarifhinweis 1989: Kombifahrschein BVB / DR

Bisher galten die Einzelkarten stets nur für eine Fahrt. Umsteigefahrscheine gab es nicht. Da zum Umsteigen stets die eine Verkehrsanlage verlassen werden musste, war es zumutbar einen erneuten Fahrschein zu lösen bzw. im Vorverkauf erworbenen Fahrschein zu entwerten. Mit Inbetriebnahme des Umsteigebahnhofes Wuhletal war es nun möglich, an einem Bahnsteig zwischen beiden Verkehrsträgern umzusteigen. Um diesen Komfort nicht nur Zeitkartenbesitzern zukommen zu lassen, wurden ab dem 1. Juli 1989 Kombifahrscheine U-Bahn/ S-Bahn verkauft. Ein Preisvorteil bestand nicht, lediglich wurde ein Fahrschein verkauft mit der kombinierten Summe “BVB-Einheitstarif + ausgewählte Preisstufe des S-Bahntarifes”. Diese mussten nur zum Fahrtantritt entwertet werden. Dazu wurden alle Entwerter auf den U-Bahnhöfen der BVB ausgetauscht: Die Lochdruck-Entwerter der BVB wurden durch die Stempeldrucker der Reichsbahn ersetzt.

Die Fahrscheine unterschieden sich im Aufdruck durch den Text “U-Bahn und S-Bahn”. Die seit 3/1976 ausgegebenen Fahrkarten zum BVB- Einheitstarif oder zur Nutzung der S-Bahn Preisstufe 1 trugen den Aufdruck “BVB oder S-Bahn”.

Abgebildet die Kombifahrscheine (1989) für den Umstieg an den ausgewählten Umsteigebahnhöfen im Schnellbahnnetz Berlin (Ost). Der Fahrpreis addiert sich aus dem BVB-Einheitstarif und der ausgewählten Preisstufe des S- Bahn Tarifsystems.

Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 1 Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 1 (BVB ermässigt)

Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 12 Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 2 (BVB ermässigt)

Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 3 Kombifahrschein BVB / S-Bahnpreisstufe 3 (BVB ermässigt)

Einzelfahrschein (A1), Normaltarif mit Umsteigebrechtigung (1990) für 2 Mark der DDR, berechtigt zur Fahrt im Tarifgebiet TBU (BVG/BVB und Umland).

Gültig nur vom 1.1.1990 bis 30.6.1990 für Bürger der DDR.

EA-1990_A1_B

Fahrschein wie vorstehend (A1) Jedoch ab März 1990 wurde der Preis auf den Karten aufgedruckt.

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Einzelfahrausweis (ermäßigter Tarif) für eine Mark der DDR, berechtigte zur Fahrt im 1990 gebildeten Tarifgebiet TBU (Berlin und Umland).

Gültig ab 1.1.1990 bis 30.6.1990 nur für Bürger der DDR.

EA_1990-A2_B

Zu den Nutzungsbestimmungen siehe die damaligen tariflichen Ausführungsbestimmungen

EA-1990_A2_B

Im Sommer 1990 gab es auch die Kombination von BVG- Automatenvorlagen in BVB-Verkaufsautomaten auf Bahnsteigen der Deutschen Reichsbahn.

S-1990_vs_BVB_A
S-1990_rs_BVB_A

Nach und nach wurden im Verkehrsbereich der BVB auch Verkaufsautomaten neuer Produktion aufgestellt. Damit mussten die Fahrscheinvorlagen etwas angepasst werden und trugen nun beide Firmenadressen (BVG-West und BVB). Hier eine Kartenvorlage ohne Aufdruck durch den Automaten (1991). Umseitig die besonderen Nutzungsbedingungen des “Osttarifes”

EU-1991_vs_A
EU-1991_rs_A

Tarifinformation BVB (1991)

Tarif_BVB-1991_rs

 

 

Ermäßigungsfahrschein der BVB (1991) vom Block (U-Bahn Fahrscheinausgaben oder Busfahrer-Kasse).

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Rückseite mit den besonderen Nutzungsbestimmungen

S_BTarif-1991_rs_B

Ermäßigungsfahrschein der BVB (1991) vom Block (U-Bahn Fahrscheinausgaben)

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S-8-1991_rs_B_BVB

Kurzstrecke

S-K 91

Ermäßigungsfahrschein der BVB (1991) vom Block (U-Bahn Fahrscheinausgaben)

Erste Variante mit Schriftzug “BVB”

S-K-8-1991_B
S-K-8-1991_rsB

Kurzstrecke

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Ermäßigungsfahrschein der BVB (1991) mit Wappenlogo BVB

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VS-K-8-91_BVB_rs

Normalfahrschein der BVB (1991) vom Block (U-Bahn Fahrscheinausgaben)

VU 91

U-1991_vs_B_BVB
U-1991_rs_B_BVB

Normalfahrschein, Ausgabe Deutsche Reichsbahn (DR)

VU 91

aus dem Jahr 1991

VU-8-91_DR_vs
VU-8-91_DR_rs

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Darstellung der Fahrscheine haben wir auf die Kennzeichnung der Herkunft der einzelnen Fahrscheine (Angabe der Privatsammlung) verzichtet. Dank an Markus Jurziczek von Lisone, Manuel Jacob, Detlef Jentzsch,  Tepedag, Mathias Kohla und Eggert für die Bereitstellung der Sammlung.

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