Das Verkehrsmagazin Berliner Verkehrsseiten

U-Bahn Berlin

Stellwerke

Ein in der Literatur eher unbeleuchtetes Thema beim Schienenverkehr sind stets die Techniken, die der Fahrgast nicht sieht. Neben der komplexen Fahrzeugtechnik gibt es noch die Sicherungstechnik. Über die Wirkungsweise der Sicherungstechnik soll diese Seite nicht informieren, sondern nur Einblicke in die Stellwerke der Berliner U-Bahn geben. Die Wirkungsweise der Sicherungstechnik wird ausführlich auf der befreundeten Webseite www.stellwerke.de erklärt.

Im Folgenden können verschiedene Stationen des Berliner U-Bahn-Netzes ausgesucht werden, von denen einige Bilder zusammengestellt wurden. Ergänzungen sind uns in Wort und Bild natürlich willkommen.

Übersicht der Stellwerksbezirke nach den Strecken sortiert

Stw= auf ein Bahnhof begrenztes Stellwerk, RStw= Regionalstellwerk für mehrere Bahnhöfe, LStw = Linienstellwerk ist für eine ganze Linie zuständig, LISI =Leit-, Informations- und Sicherungssystem

Stellwerksbezirk (aktuelle Bezeichnung)

Stellwerk von bis in Betrieb gewesen:

Stellwerk von bis in Betrieb gewesen:

Stellwerk von bis in Betrieb gewesen:

Stellwerk von bis in Betrieb gewesen:

Strecke AI

Ruhleben

Siemens, elektromechanisch, 1929 - 9.3.1983

Olympia-Stadion

 (Rstw Sd), SpDrS-U, ab

10.5.1983

LISI Kleinprofil

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. Seit 9/1998 in Betrieb

Olympia-Stadion

1913 - 1929, Handweichen, auch von 1922 - 1929?

Siemens, Einreihen-Hebelwerk

1929 - 17.5.1983

Neu Westend

Kehranlage Nd  war bautechnisch vorgesehen gewesen (Gleistrog vorhanden) jedoch nur zwischen 1991 und 2007 genutzt worden.

 Kehranlage erst 1.7.1991 in Betrieb genommen, am 26.3.2007 die Kehranlage abgebaut.

Theodor-Heuss-Platz

Siemens 1908 -1927, Felderblock

Siemens e.mech, 26.2.1927 - 31.1.1980

Deutsche Oper

(Rstw Obi), SpDrS-U,  ab 28.4.1978

Bismarckstraße

Weichenverbindung wurde erst 1980 eingebaut

Richard-Wagner-Platz

1906 - 1932, e-mech Siemens

1932 - Mai 1970, Bahnhof heute ausser Betrieb, Strecke wird vom RStw Obi bedient (Überführungstunnel)

Deutsche Oper

1906 - 1923 Siemens Blockstellwerk (Felderblock)

1923 - 18.11.1976, Siemens e-mech. Hebelstellwerk

Knie

1902 - 1906 Handweichenbezirk, nach 1906 mit Streckenverlängerung Weichen ausgebaut

Zoologischer Garten

1902 -1923 ?, 1923 - 1964: Siemens e-mech

  27.1.1964 - 15.7.1993, DrS64

Strecke AII

Krumme Lanke

1929 - 28.4.1981, Elektromechanisches Stellwerk, Bauform  Einreihen-Hebelwerk

Krumme Lanke

 (Rstw K), SpDrS-U, ab 28.4.1981

LISI Kleinprofil

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. Seit 9/1998 in Betrieb

Thielplatz

1913 - 1929, elektromechanisches Stellwerk, Siemens E12

Breitenbachplatz

1913 - 1.7.1976, Elektromechanisches Stellwerk, Bauform  Einreihen-Hebelwerk E12 , Siemens

Fehrbelliner Platz

(Rstw Fpo), SpDrS-U, ab 30.4.1974

Fehrbelliner Platz

1913 - Oktober 1967, Siemens E12, vermutlich um 1928 gegen ein Einreihen Hebelstellwerk ersetzt

1967 - 1974 Einfaches Stellwerk ohne Bedienung der Kehranlage, e-mech. Hebelstellwerk

Spichernstraße

1.12.1959 - 1.11.1977, SpDr

Nürnberger Platz

1913 - 1959, e-mech. Siemens, vermutlich um 1928 durch ein Siemens Einreihen Hebelstellwerk ersetzt

seit 2.8.1959 geschlossen

Strecke A

Wittenbergplatz

1913 - 1926, Siemens E12

1926 - 3.9.1973, Einreihen Hebelstellwerk Siemens

Nollendorfplatz

(Rstw Nm), SpDrS-U, ab 3.1.1972, Strecke von Bülowstraße bis Hausvogteiplatz ab 1992 angebunden.

LISI Kleinprofil

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. Seit 9/1998 in Betrieb

Nollendorfplatz

1926 - 3.1.1972, elektromechanisches Stellwerk, Siemens

Gleisdreieck

1902 - 1912 Siemens

1912 - 1992 (Siemens) von Go (Strecke B) bedient

Potsdamer Platz

1902 - 1907 mechanisches Stellwerk von Siemens mit  Blockwerk

1907 - 1915 Siemens E-mech Blockwerk (Felderblock), ab etwa 1915 Nachbau e-mech. Westinghouse Stellwerk mit automatischen Relaisblock bis etwa 1925/28, bis  1993 Siemens

Mohrenstraße

5/1963 - 198x Dr

1985? - 1992 WSSB GSII Sp64 c

 

Spittelmarkt

1908 - 1913, Siemens Blockwerk

1913 - ca. 1925/28 Westinghouse, Umbau auf Siemens e-mech, 1934 - ?, RFT Dr Stellwerk bis 18.4.1985

Alexanderplatz

(RStw A)

WSSB GSII Sp64 c,

ab 4/1985

Klosterstraße

15.11.1945 17.9.1946 Behelfsstellwerk für eingl. Betrieb unter der Spreedurchfahrt, BVG Eigenbau, anschl. auf Hochbahn Ho aufgebaut

ab 1952 - 17.4.1985,

RFT Dr

Alexanderplatz A

1913 - ca. 1925 Westinghouse, elektromech. Hebelstellwerk

ca. 1925 - 16.4.1985

 VES Siemens Einreihen Hebelstellwerk

Luxemburgplatz

1939 ? - 15.4.1985, zunächst Handweichenbezirk, ab 3.7.1953 RFT - Stellwerk Bauform Dr

 

Senefelderplatz

 

 

Weichenkreuz Senefelderplatz ab 2011 eingebaut

ESTW SICAS OC111 (Siemens), Erweiterung vom bestehenden Stellwerk Pankow (PA, SICAS), 16.4.2012-

Schönhauser Allee

1913 - 1930 (für den Zeitraum bis zur Verlängerung der Strecke), e-mech. Westinghouse

 

Vinetastraße

1930 - 1972 ?

Vinetastraße

Stw Vin, WSSB GSII Sp64c, ab 1972 - 15.4. 2012

Pankow

Pankow

EStw PA (SICAS) 2000, Ortssteuerung möglich

Strecke BI

Nollendorfplatz

1910-1925 (Motzstraße), e-mech

1925 - 1971, e-mech.

Nollendorfplatz

(Rstw Nm), SpDrS-U, ab 20.12.1971

LISI Kleinprofil

Seit 9/1998 in Betrieb

Innsbrucker Platz

1910 -1926, e-mech

1926 - 1971, e-mech Siemens

Strecke BII

Uhlandstraße

1913 - 1928 Siemens E12, 1928 - 23.8.1986, elektromechanisches Stellwerk, Bauform  Einreihen-Hebelwerk. Ab 1961 mit den beiden Weichenverbindungen des erst 1961 eröffneten Bahnhofes  Kfo

EStw U, Siemens, 1983 (25.8.1986) - 2001, bedient die Weiche 1 und 4 in Kfo

Uhlandstraße

EStw U, ESTW SICAS OC111 (Siemens), ab 27.4.2001, Ortssteuerung  möglich

LISI Kleinprofil

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. Seit 4/2001 in Betrieb

Kurfürstendamm

Nollendorfplatz

(Rstw Nm), SpDrS-U, ab 1971, bedient ab 19.3.1973 die Weichen 31 und 32 in Kfo

Strecke B

Wittenbergplatz

1913 - 1926

1926 - 1973, e-mech Siemens

Nollendorfplatz

(Rstw Nm), SpDrS-U, ab 1971

LISI Kleinprofil

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. Seit 9/1998 in Betrieb.

Nollendorfplatz

1926 - 3.1.1972, e-mech Siemens

Gleisdreieck

1902 - 1912 Siemens, Felderblock

1912 - ca. 1925 Bauart Westinghouse, ca, 1925 - 1945 Siemens  Einreihen- Hebelstellwerk, 1.12.1953 - 27.5.1986, Siemens E12

Prinzenstraße

(Rstw Pr), SpDrS-U,  ab 31.5.1986

Möckernbrücke

Handweichenbezirk

Ab 18.12.1989 von RStw Prinzenstraße bedient

Hallesches Tor

1946-49 Notbahnsteig, eingleisger Betrieb mit Behelfsstellwerk und 2 Weichen, BVG Eigenbau, vormals prov. Stw Klosterstr.

Kottbusser Tor

1930 - 1945, E-mech. Stellwerk, Siemens

1945 - 31.5.1986 Eigenbau BVG

Schlesisches Tor

1949 bis 18.4.1963 Handweichenbezirk

19.4.1963 - 27.8.1987, DrS

Warschauer Straße

1902 - 1907, mechanisches Stellwerk mit Blockwerk

1907 - 1925 Siemens mit Blockwerk, 1925 - 1961 E-mech. Stw Siemens

Warschauer Straße

ab 14.10.1995, SpDrS-U

Strecke C

Alt-Tegel

31.5.1958 - 2006, DrS

Afrikanische Straße

ab 2006, ESTW Alcatel L90 5N

LISI U6

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. 2005 in Betrieb

Kurt-Schumacher-Platz

2.12.1956 - 2006, DrS

Seestraße

1923 - 3.3.1957, elektromechanisches Stellwerk (Siemens)

3.3.1957 - 10.2.1978

RStw Seestraße

RStw Se, ab 27.1.1975

 SpDrS-U

Leopoldplatz

1.7.1955 für 3 Monate Endbahnhof (Umbau Bhf. Seestr. für Streckenverlängerung nach Kurt-Schumacher-Platz) mit Weichenkreuz, Stellwerk wurde für diesen Zeitraum vom Bahnhof Flughafen entnommen. Anwendung des Stw wurde noch bis 4/1956 verlängert (zur Betriebsstabilität in der Bauphase 2, Züge bei Störungen noch in Leopoldplatz wenden zu können.)

Wedding

1923 - 30.1.1975

Reinickendorfer Straße

1961 Handweichenbezirk, 14.9.62 - 25.1.1975, DrS

Ab 27.1.1975 von RStw See bedient,  Weichenverbindung W22/W23

Naturkundemuseum

1923 - 1945 Siemens E-mech, Sommer 1945 erneuert und 19./20. Nov. 1945 ausgebrannt, 27.6.1946 wieder neu in Betrieb

6/1946 - 1961, BVG Eigenbau aus Ersatzteilen (ex Stw Bergstraße)

Friedrichstraße

RStw F, ab 16.8.2002

 SpDrS-U

Friedrichstraße

 

ab 2002 wurde das Weichenkreuz W21-W24  eingebaut

Stadtmitte

Handweichenbezirk 1923 - 196x

ab 14.8.2003 wurde das Weichenkreuz W21-W24 neu eingebaut und an das RStw F angebunden

Kochstraße

8/1961 - 01/1963 Handweichenbezirk

18.01.1963 - 28.3.1979, DrS,  Weichenverbindung ist 2006 ausgebaut worden

Mehringdamm

RStw Me, ab 23.3.1979

 Dr (modernisiert)

Hallesches Tor

 

25.7.1967 - 23.3.1979, DrS, Fernsteuerung Mu und Hu über Telefonleitungen erfolgt

Mehringdamm

1924 - 1945 (kriegszerstört), 25.7.1967 E-mech. VES

Platz der Luftbrücke

1927 - 1.12.1970, elektromechanisches Stellwerk (Siemens)

Tempelhof

Rstw Ts, SpDrS ab 4.1.1971

Tempelhof (Südring)

1929 -1971, elektromechanisches Stellwerk (Siemens)

Alt-Mariendorf

Alt-Mariendorf

Stw Mf, DrS, ab 23.2.1966

Strecke D

Wilhelmsruher Damm

Paracelsus-Bad

RStw PB, ab 27.4.1987, SpDrS-U

 

LISI U8

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. 2003 in Betrieb

 

Paracelsus-Bad

 

 

Osloer Straße

 

Osloer Straße

RStw Olu, ab 5.10.1977, SpDrS-U

 

Gesundbrunnen

14.4.1930 - 9.3.1977

 

Voltastraße

1975 folgte der Einbau der Weichenverbindung W22/W23, Bedienung ab 9.3.1977 durch RStw Olu

 

Rosenthaler Platz

1930 - 12.1.1955, e-mech Siemens

Jannowitzbrücke

RStw Jb, ab 23.5.1997 SpDrS-U

 

Alexanderplatz Ap

1930 -  1945, kriegszerstört, VES e-mech., anschl. Handweichenbezirk, 1955 Weichen im Hauptgleis ausgebaut

 

Jannowitzbrücke

1930 - ca. 1994, e-mech. Siemens, Weichen seit 198x nicht mehr bedienbar gewesen. Ab etwa 1994 - 1997 über ein SpDr-U Stellpult im Stw Raum Al/A fernbedient

 

Moritzplatz

Ab 1978 war hier ein einfacher Gleiswechsel zum Kehren der Züge vor der Sektorengrenze geplant, der aber nie realisiert wurde. Sicherungstechnisch waren die beiden Weichen jedoch schon im Stellwerk berücksichtigt.

Hermannplatz

RStw Hpo, ab 1978, SpDrS-U, ab 18.7.1996 bis Hermannstraße. Das Stw ist auch für den Bereich der U7 zuständig.

 

Kottbusser Tor

1928 - 30.6.1980

 

Hermannplatz

1927 - 1/1980, emech. Siemens. Gemeinsames Stellwerk für beide Verkehrsebenen (U7 und U8)

 

Boddinstraße

17.7.1927 -  27.9.1978 Handweichenbezirk

 

Leinestraße

1929 - 27.9.1978, VES Einreihen-Hebelstellwerk

 

Hermannstraße

 

 

Strecke E

Jungfernheide

 - nicht in Betrieb -

 

 

 

Hauptbahnhof

2006, elektrisch ortsgestellte Weichenanlage (EOW)

Mit Streckeneröffnung, ab dem Jahr 2017:  ESTW Alexanderplatz (Thales)

 

 

Berliner Rathaus

 

 

 

Alexanderplatz Al

Ab 1930, E-mech. Stellwerk Siemens

Alexanderplatz

Stw Al, ab 1985,  WSSB GsII Sp64c

LISI U5

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich. 2003 in Betrieb

 

Frankfurter Allee

1930 -1988

Frankfurter Allee

Stw Ff, 1988, WSSB GsII Sp64c

 

Friedrichsfelde

1930 - 1973, e-mech.,

Friedrichsfelde

RStw Fi, ab 1973, WSSB GsII Sp64c, 1988 bis Biesdorf-Süd, Vom 1.7.1988 bis 1.7.1989 wurde  bis Elsterwerdaer Platz  vom RStw Fi bedient, ab 7/1989 wurde E dann vom neuen RStw Wh bedient.

 

Tierpark

 

 

Biesdorf-Süd

 

 

Wuhlethal

Wuhletal

RStw Wh, ab 7/1989, WSSB GsII Sp64c

 

 

Kaulsdorf-Nord

 

 

Hellersdorf

Hönow

RStw Hö, ab 1989, WSSB GsII Sp64c

 

 

Louis-Lewin-Straße

 

 

Hönow

 

 

Strecke F

Alexanderplatz

Bahnsteiggleise nebst der fertiggestellten Gleisanlagen bis zum Berliner Rathaus werden derzeit zur Abstellung von Fahrzeugen verwendet, Bedienung durch Stw Al

 

 

 

Rathaus Steglitz

Linie U10 nicht in Betrieb. Bahnsteig Rzu der Strecke F (U10) wird seit 10/1971 von der U9 befahren.

Strecke G

Osloer Straße

Osloer Straße

Rstw Olo, ab 30.6.1976, SpDrS-U

 

Berliner Straße

LStw Beu, von 1971 bis 2004, SpDrS-U

Übergeordnetes Stellwerk, Fernsteuerung untergeordneter Stw der gesamten Linie 9 (Linienstellwerk). Ab 2004 entfiel die übergeordnete Linienzentrale und die Anbindung der untergeordneten Stellwerke  an LISI vollzogen.

 

LISI U9

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich.

In Betrieb: 2004

Nauener Platz

ab 17.1.2011 Thales ESTW Np (Uz Afr, L90 5N)

Leopoldplatz

Leopoldplatz

Stw Lpu, ab 28.8.1961 - 15.1.2011, DrS

Zoologischer Garten

Zoologischer Garten

Stw Zu, ab 28.8.1961 - 15.1.2011, DrS,

ab 17.1.2011 Thales ESTW Kfu  (Uz Afr, Bauform L90 5N)

Kurfürstendamm (unten)

 

Spichernstraße

Stw Snu, 28.8.1961 - 9.1.1971, DrS, nach Streckenerweiterung abgebaut

 

Güntzelstraße

Güntzelstraße

RStw Beu/Gt, ab 28.1.1971, SpDrS-U

 

Berliner Straße

 

Walther Schreiber Platz

Walther-Schreiber-Platz

Stw Wsg, ab 29.1.1971, SpDrS-U

 

Rathaus Steglitz (F)

Rathaus Steglitz

Stw Rzu, ab 1.10.1974, SpDrS-U

Strecke H

Rathaus Spandau

Rathaus Spandau

RStw Rsp, ab 1.10.1984, SpDrS-U

 

 

LISI U7

Fernsteuerung der untergeordneten Stellwerke von einer rechnergestützten Oberfläche  (VOCOS- Bedienoberfläche).

Eine Ortssteuerung der untergeordneten Stellwerke ist bei Bedarf möglich.

In Betrieb: 1996

Rohrdamm

Jungfernheide

RStw Jh, ab 1.10.1980, SpDrS-U

 

 

Jakob-Kaiser-Platz

 

 

Richard-Wagner-Platz

Richard-Wagner-Platz

RStw Rw, 28.4.1978, SpDrS-U

 

 

Fehrbelliner Platz

Fehrbelliner Platz

Stw Fpu, ab 28.1.1971, SpDrS-U

 

 

Berliner Straße

Berliner Straße

 ab 29.1.1971, SpDrS-U, zu Linienstellwerk U9 zusammengefasst

 

 

Möckernbrücke

27.2.1966 bis 1979, DrS, 1974 für Umbauten a.B., 23.4.1974 wieder zugeschaltet, Signale waren solange Selbstblocksignale

Mehringdamm

RStw Me, ab 1979,

Dr (modernisiert)

Kompletter Stellbereich ist an LISI U6 angebunden

Mehringdamm

1924 - 25.7.1967 e-mech. Siemens

ab 25.7.1967 bis zur Erweiterung des Stellbereichs   1979, DrS, Fernsteuerung Mu und Hu über Telefonkabel erfolgt

Hermannplatz

1926 - 1927, e-mechanisches Einreihenstellwerk Siemens

1927 - 6.7.1981, gemeinsames Stellwerk für beide Verkehrsebenen (U7 und U8)

Hermannplatz

RStw Hpu, ab 11.7.1981, SpDrS-U

Kompletter Stellbereich ist an LISI U8 angebunden

Grenzallee

1930 - 27.9.1982, e-mech. Siemens

Britz-Süd

Britz

Stw Br, ab 28.5.1963, DrS, bis. 10.12.2013

ESTW SICAS OC111 (Siemens) ab 11.12.2013

Blaschkoallee - Britz Süd, Anbindung an LISI ab 11.02.2014

 

Zwickauer Damm

2.1.1970 - 20.6.1972, e-mech Siemens, Stellbezirk nach Streckenverlängerung aufgegeben

Rudow

Rudow

RStw R, 20.5.1970, SpDrS-U

 

 

Werkstätten

Bw Schöneberg (Otzenstraße)

Handweichen 1910 -1925, Anlage geschlossen

Bw Grunewald

 Handweichenbezirk, 1913 - 1922

Stellwerk 1931 - 17.5.1983, e-mech Einreihenhebelwerk Siemens

Betriebswerkstatt Grunewald

Stw Bw Gru, SpDrS-U, ab 1983

 

Bw Seestraße

1923 - 10.3.1976, Elektromechanisches Stellwerk, Bauform  Einreihen-Hebelwerk E12

Hauptwerkstatt Seestraße

Stw Hw See, ab 10.3.1976 SpDrS-U

Ab 10/2009 ist die Aufgabe des Stellwerks Bw See erfolgt. Der Bw- Bereich wird nun mittels elektrisch ortsbedienter Handweichen (EOW) durch den Rangierer bedient.

 

Bw Friedrichsfelde

1930 - 1945, Siemens e- mech, kriegszerstört

RFT Dr 1953? - 1988

Betriebswerkstatt Friedrichsfelde

RStw Bw Fi ab 1988, WSSB GsII Sp64c

 

Bw Britz

12.1.1970 - 1985 , DrU (erste Ausbaustufe der Werkstatt mit 28 Weichen)

Betriebswerkstatt Britz

Stw Bw Br, ab 1985, SpDrS-U (zweite Ausbaustufe mit etwa 80 Weichen)

 

 

Für diese Auflistung wurden folgende Quellen herangezogen:

  • Unterlagen aus dem Archiv der Berliner Verkehrsseiten (Bilder)
  • Berliner Verkehrsblätter
  • Hinweise und Ergänzungen aus dem BVS-Autorenkollektiv: Detlef Jentzsch, Dominic Poncé, Mario Danke, Axel Mauruszat,
  • Hinweise und Ergänzungen von Mitgliedern des Berliner U-Bahn-Museum: Hans-Georg Winkler, Christian Ewald,
  • Verkehrsgeschichtliche Blätter
  • “Berliner U-Bahn” ALBA-Verlag (Poppel/Lemke), 1996
  • BVG-interne Zusammenstellungen der Stellwerke (10.1.2000, 2 EKB 71-402), und eine Version von 2007
  • “Entwicklung und Bau von Regionalstellwerken in Spurplan-Technik für die Berliner U-Bahn”, Höhn und Gnädig, 1977, erschienen in “Verkehr und Technik 2/1977”
  • Zusammenfassung der Entwicklung von Stellwerken bei der Berliner U-Bahn unter dem Titel “Die Zugsicherungsanlage der Berliner Hoch- und Untergrundbahn”, BVG-internes Dokument (Hauptabteilung elektrische Anlagen, Abteilung U- Bahn Bezirk 1” schätzungsweise aus zwischen 1947/1949 erstellt.
  • “Spurplanstellwerke des Systems SpDrSU für Stadtbahnen” von Haselhoff und Meier, erschienen “Siemens-Zeitschrift 9/1973”
  • “ESTW Afrikanische Straße der BVG - neues Nahverkehrs-ESTW von Alcatel” von Düffer / Schütze, erschienen in “Signal + Draht 12/2005”
  • “Feierabend für Linienstellwerk” von Kurz / Heinz, erschienen in Mitarbeiterzeitung “Profil April 2004” der BVG
  • “U-Bahn-Signale, von Zauberhand gestellt” von Marquard, erschienen in Mitarbeiterzeitung “Profil November 2006” der BVG
  • “Selbsttätige Signalsicherungsanlage der Nord-Süd-Bahn A.-G., Berlin, Erweiterung nach Tempelhof und Neukölln 1926” von Arndt, Siemens & Halske
  • “Selbsttätige Signalsicherungsanlage der Nord-Süd-Bahn A.-G. Berlin 1923” erschienen bei VES (Siemens)
  • “Die selbsttätige Signalanlage der Berliner Hoch- und Untergrundbahn” von Kemmann
  • Hersteller Siemens www.mobility.siemens.com
  • Diverse Eröffnungsschriften zu den Streckenerweiterungen
  • Dano B 04/2011 (BVG-Dienstanordnung, hausintern) vom 10.01.2011 (ESTW Kfu, ESTW Np)

-> Link zum begleitenden Online-Archiv mit Dokumenten zur Berliner Verkehrsgeschichte bei den Berliner Verkehrsseiten

 

Verbindungstunnel Olu - Np: Hier fahren nur Sonderfahrten und  Betriebsfahrten

Im Berliner U-Bahnnetz müssen Weichen gestellt werden, um die Züge am Endbahnhof wieder umkehren zu lassen. Für den notwendigen Sicherheitsabstand zwischen den Zügen sorgen die Signale. Die Strecken sind zudem miteinander verbunden, was auch Stellwerke bedarf, die Züge dorthin abzweigen zu lassen. Zu sehen sind diese Stellwerke für den Fahrgast nicht. Wir erlauben hier den Einblick in die Welt, die  hinter dem Bahnsteigende beginnt.

Stellwerkstechnik U-Bahn Berlin:

Bereits 1912 erhielten die Bahnhöfe Fehrbelliner Platz und Breitenbachplatz Siemens-Hebelstellwerke mit selbsttätiger elektrischer Gleisfreimeldung und Fahrschautafeln. Das größte U-Bahn-Stellwerk dieser Bauart ist 1931 am U-Bahnhof Olympia-Stadion mit 168 Hebelplätzen als größtes europäisches Einreihen-Hebelstellwerk mit 13,8 m Länge für das Gleisgebiet vor der Hauptwerkstatt und Betriebswerkstatt des Kleinprofils gebaut worden. Es blieb bis 1983 in Betrieb.

Die zweite Stellwerksgeneration begann nach 1945 mit der Entwicklung vollelektrischer Gleisbildstellwerke mit Drucktastenbedienung auf dem Gleisbildtisch. Die ersten Streckenverlängerungen der U6 nach Kurt-Schumacher-Platz (1956) und nach Tegel (1958) konnten mit diesen Relais-Stellwerken ausgerüstet werden.

Die neue Linie 9 wurde 1961 erstmals mit magnetischen Fahrsperren in Betrieb genommen, ihre Stellwerke erhielten die für den Betrieb mit magnetischer Fahrsperre angepasste Bauart DrS 60, von welcher bis 1967  10 Drucktasten-Stellwerke in Betrieb genommen wurden.

Die dritte Generation von Stellwerken wurde bei dem Bau der Großprofil-Betriebswerkstatt Britz-Süd als Relaisstellwerk in Spurplantechnik erprobt. Die Spurplan-Bauweise ermöglichte es, die  Stellentfernung auf längere Streckenabschnitte (über 800 Meter) auszudehnen.

Mit dem Bau von Spurplan-Stellwerken begann die Bildung von Regionalstellwerken, und es konnte ein umfassendes Stellwerks-Erneuerungsprogramm für den Ersatz überalterter elektromechanischer Hebelstellwerke geplant werden.

Für die Netzerweiterungen 1971 auf den Linien 7 und 9 betrug die größere Stellentfernung zunächst nur bis  ca. 3 Km, im Erneuerungs-Bauprogramm 1971 bis 1986 dann bis zu 5 Kilometer.

Regionalstellwerke in Spurplantechnik wurden im Kleinprofil in den drei unterirdischen Bahnhöfen Nollendorfplatz (1971), Fehrbelliner Platz (1974) und Deutsche Oper (1978) sowie in den zwei oberirdischen Bahnhöfen Olympiastadion (1983) und Prinzenstrasse (1986) eingebaut.

Im Großprofil entstanden für die Streckenabschnitte aus der Vorkriegszeit im Norden das oberirdische Regionalstellwerk Seestrasse und im Süden das unterirdische Regionalstellwerk Hermannplatz.

Nach den Beschaffungskosten neuer U-Bahn-Fahrzeuge erfordert die Zugsicherung den zweitgrößten Investitionsumfang bei der Erneuerung der Betriebsanlagen. Durch das 1986 abgeschlossene Bauprogramm sind insgesamt 24 überalterte Hebelstellwerke ersetzt worden, und trotz Erweiterung des Großprofilstreckennetzes im Zeitraum  1971 bis 1986 mit 28 Kilometer wurde die Anzahl der Stellwerke auf 30 Stellwerke im Westnetz reduziert (1971 waren noch 37 Stellwerke in Betrieb).

1986 wurde eine weitere Generation im Bahnhof Uhlandstrasse erprobt: das erste elektronische Stellwerk (ESTW). Die Stellwerkstechnik entwickelte sich zu einem Stellwerk,  LISI.  Durch diese neue Technik werden die bisherigen Spurplanstellwerke ferngesteuert. Herkömmliche Stellwerkstechnik (Spurplantechnik) lässt sich mit LISI konfigurieren, so dass bei Bedarf (etwa bei Bauarbeiten) auch auf Ortssteuerung  umgeschaltet werden kann. Die LISI-Zentrale befindet sich derzeit in der ehemaligen Hauptverwaltung der BVG (U-Kleistpark) und könnte mal auf das Gelände der Werkstatt Friedrichsfelde  umziehen. Momentan wird das gesamte Kleinprofilnetz von LISI bedient (U1 - U4), sowie die Grossprofillinien U5, U7, U8, U9 und seit 2006 auch die U6 komplett.

Im Berliner U-Bahnmuseum können zahlreiche Bedientische verschiedener Stellwerksbauformen besichtigt werden. Mit viel Technikliebe werden die Anzeigetafeln durch die Mitglieder der AG-U auch wieder zum Leuchten gebracht, um den Besuchern zeigen zu können, wie diese Technik einst funktionierte. Fragen Sie bei einem Besuch im U-Bahnmuseum gezielt nach Stellwerken, denn noch sind dem breiten Publikum nicht alle zugänglich, befinden sich in Räumen die erst noch aufgearbeitet werden.

Text anlässlich 100 Jahre U-Bahn: M. Jurziczek 2002 und “Typisch Berlin, ein BVG-Porträt”, 1987 erschienen

 

Weiterführende Links zum Thema Stellwerke in und um Berlin:

Stellwerke in und um Berlin
Blocksignal
S-Bahn Stellwerke
Stellwerke . de
Stadtschnellbahn Berlin
Webseite zu SpDrS60
Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V.
Signal Box

 

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