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U-Bahn Berlin

Stellwerksbezirk Grenzallee

Station Grenzallee, Asig 3ABC mit Signal 2 (1979, Foto: Harald Kunkel)

Bahnhof Grenzallee (1979) mit dem Signalbild 2c (Fahrt frei für eine zweite Abzweigung mit drei grünen Lichtern). Mit der Umrüstung der Stellwerksanlage auf Relaisstellwerk sind diese alten Signalbegriffe heute gänzlich verschwunden. Sie stehen nur in Verbindung mit den Stellwerken der Baujahre vor 1953.

Kehranlage_Gz_mit_Zug_in_Richtung_R_1978

Wendeanlage Grenzallee. Links die beiden Kehrgleise, rechts das Gleis Richtung Rudow. Der U-Bahnhof Grenzallee ist am 21 .12.1930 mit dem Stellwerk in Betrieb gegangen.

Stw._Grenzallee_(Gz)_Fahrschautafel_26.07.1978

Die Fahrschautafel Grenzallee (Gz). Blau ausgeleuchtet die freien Gleise, bei Besetztanzeige durch einen Zug sind die Abschnitte dunkel.

Stellwerk Grenzallee (Gz) Hebelbank (Aufnahme 26.07.1978)

Hier die Hebelbank (1930 bis 1981 in Betrieb) des Stellwerks Grenzallee (Gz), von dem aus die Weichen und Signale gestellt wurden. Weiter unten eine Aufnahme von 1980

Stw._Gz_Bez._Hebelbank_26.07.1978

Das hier zu sehende Stellwerk ist 1983 durch das Regionalstellwerk Hermannplatz (SpDrS) ersetzt worden. Heute fasst ein computergestütztes Leit-, Informations- und Sicherungssystem (LISI) die Regionalstellwerke zu Linienstellwerken zusammen. Von der LISI-Zentrale werden so mehrere Regionalstellwerke (mehrere Bahnhöfe umfasend) ferngesteuert. Für die Ausführung von Bauarbeiten oder bei Störungen (Verbindungsausfall) lassen sich die Spurplanstellwerke auch örtlich durch Personal besetzen.

Stw._Gz_Bezeichnungsschilder

Rechts im Bild: U Umleithebel für den automatisierten Durchleitbetrieb. Für die Zugfahrten konnte dieser Hebel umgelegt werden, so dass ein manuelles Einstellen der Fahrstraßen für die Zugfahrten im 2-Minuten Takt nicht erforderlich war. Sobald ein Zug in oder aus der Kehranlage (Gleise 3 und 4) bewegt werden sollte, musste dieser Durchleitbetrieb vorher ausgeschaltet werden. Bei Stadtbahnen mit extrem dichter Zugfolge (bspw. auch bei der Berliner S-Bahn) ein bis heute übliches Verfahren.

Stw_Gz_Hilfstasten_u_Befehlsignalschalter_1980_Foto_Harald_Kunkel

Hilfstastentafel hinter der Hebelbank

Stellwerk Grenzallee (Gz) Stellwerksraum mit dem Weichensteller  (1980,  Foto: Harald Kunkel)

Hier eine Aufnahme aus dem letzten Betriebsjahr des Stellwerks (1980) mit dem diensthabenden Weichensteller. Arbeiten im Untergrund bedeutet auch, auf das Tageslicht zu verzichten

Kehranlage_Grenzallee_(Gz)_26.07.1978

Nochmal ein Blick in die Tunnelanlage Richtung Rudow (1978)

Die Hebelbank Grenzallee befindet sich heute im Hannoverschen Strassenbahnmuseum e.V.

Stellwerk_Gz_2002

Die Hebelbank und Fahrschautafel Grenzallee an seinem neuen Ort im Jahre 2002: Hannoversche Strassenbahnmuseum e.V.  (Foto mit freundlicher Genehmigung vom Verein)

Quellen:

  • Unterlagen aus dem Redaktionsarchiv Berliner Verkehrsseiten (Pläne, Bilder)
  • Hinweise und Ergänzungen aus dem freien Redaktionskollektiv Berliner Verkehrsseiten: Detlef Jentzsch,
  • ”Entwicklung und Bau von Regionalstellwerken in Spurplan-Technik für die Berliner U-Bahn”, Fritz Gnädig in “Verkehr und Technik” 2/1977
  • Ergänzungen und Unterstützung von Berliner U-Bahn-Museum (AGU)
  • Präsentation Sicherungstechnik BVG (BU-A7) von Mai 2006
  • “Die selbsttätige Signalanlage der Berliner Hoch- und Untergrundbahn” von Alfred Bothe, Berlin 1928
  • Der Hersteller: Siemens mobility
  • Weiterführende Erläuterung “Zugsicherung” bei Wikipedia

Text und Zusammenstellung: Markus Jurziczek von Lisone, BVS 7/2007, überarbeitet: 3/2010

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