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U-Bahn Berlin

Stellwerksbezirk Grenzallee

Kehranlage_Gz_mit_Zug_in_Richtung_R_1978

Wendeanlage Grenzallee. Links die beiden Kehrgleise, rechts das Gleis Richtung Rudow. Der U-Bahnhof Grenzallee ist am 21 .12.1930 mit dem Stellwerk in Betrieb gegangen.

Stw._Grenzallee_(Gz)_Fahrschautafel_26.07.1978

Die Fahrschautafel Grenzallee (Gz). Blau ausgeleuchtet die freien Gleise, bei Besetztanzeige durch einen Zug sind die Abschnitte dunkel.

Stw._Grenzallee_(Gz)_Hebelbank_26.07.1978

Hier die Hebelbank (1930 bis 1981 in Betrieb) des Stellwerks Grenzallee (Gz), von dem aus die Weichen und Signale gestellt wurden.

Stw._Gz_Bez._Hebelbank_26.07.1978

Das hier zu sehende Stellwerk ist 1983 durch das Regionalstellwerk Hermannplatz (SpDrS) ersetzt worden. Heute fasst ein computergestütztes Leit-, Informations- und Sicherungssystem (LISI) die Regionalstellwerke zu Linienstellwerken zusammen. Von der LISI-Zentrale werden so mehrere Regionalstellwerke (mehrere Bahnhöfe umfasend) ferngesteuert. Für die Ausführung von Bauarbeiten oder bei Störungen (Verbindungsausfall) lassen sich die Spurplanstellwerke auch örtlich durch Personal besetzen.

Stw._Gz_Bezeichnungsschilder

Rechts im Bild: U Umleithebel für den automatisierten Durchleitbetrieb. Für die Zugfahrten konnte dieser Hebel umgelegt werden, so dass ein manuelles Einstellen der Fahrstraßen für die Zugfahrten im 2-Minuten Takt nicht erforderlich war. Sobald ein Zug in oder aus der Kehranlage (Gleise 3 und 4) bewegt werden sollte, musste dieser Durchleitbetrieb vorher ausgeschaltet werden. Bei Stadtbahnen mit extrem dichter Zugfolge (bspw. auch bei der Berliner S-Bahn) ein bis heute übliches Verfahren.

Kehranlage_Grenzallee_(Gz)_26.07.1978

Nochmal ein Blick in die Tunnelanlage Richtung Rudow (1978)

Die Hebelbank Grenzallee befindet sich heute im Hannoverschen Strassenbahnmuseum e.V.

Stellwerk_Gz_2002

Die Hebelbank und Fahrschautafel Grenzallee an seinem neuen Ort im Jahre 2002: Hannoversche Strassenbahnmuseum e.V.  (Foto mit freundlicher Genehmigung vom Verein)

Quellen:

  • Unterlagen aus dem Redaktionsarchiv Berliner Verkehrsseiten (Pläne, Bilder)
  • Hinweise und Ergänzungen aus dem freien Redaktionskollektiv Berliner Verkehrsseiten: Detlef Jentzsch,
  • ”Entwicklung und Bau von Regionalstellwerken in Spurplan-Technik für die Berliner U-Bahn”, Fritz Gnädig in “Verkehr und Technik” 2/1977
  • Ergänzungen und Unterstützung von Berliner U-Bahn-Museum (AGU)
  • Präsentation Sicherungstechnik BVG (BU-A7) von Mai 2006
  • “Die selbsttätige Signalanlage der Berliner Hoch- und Untergrundbahn” von Alfred Bothe, Berlin 1928
  • Der Hersteller: Siemens mobility
  • Weiterführende Erläuterung “Zugsicherung” bei Wikipedia

Text und Zusammenstellung: Markus Jurziczek von Lisone, BVS 7/2007, überarbeitet: 3/2010

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