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U-Bahn Berlin

Bildergalerie zur Fahrzeugtype AI (Ostnetz)

Mit der Trennung der beiden Verkehrsbetriebe in Ost und West wurde der Betrieb auf der Linie A gemeinschaftlich mit der BVG- West betrieben. Die Fahrzeuge waren weiterhin der Betriebswerkstatt Grunewald zugeordnet. Lediglich die AI-Züge, die für den Betrieb auf der Linie E adaptiert werden mussten, gehörten zur Betriebswerkstatt Friedrichsfelde.

Triebwagen 51 auf der Linie E

Triebwagen AIU für den Betrieb auf der Großprofilstrecke E adaptiert: “Blumenbretter” füllen den Abstand zwischen Zug und Bahnsteig aus, die mechanische Fahrsperre für das Großprofil sowie der veränderte Stromabnehmer ist dafür erforderlich. Schaltungstechnisch unterschieden sich diese Züge fortan und wurden daher mit einem “U” in der Betriebsführung behandelt.

Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 war das Kleinprofilnetz getrennt worden. Die im Ostnetz verbliebenen Fahrzeuge gehörten fortan zum Wagenpark der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde.

Triebwagen 235 im RAW Schöneweide

Die AIU Triebwagen wurden im Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide (RAW Sw) wieder für den Betrieb im Kleinprofilnetz umgebaut, hier mit einem A hinter der Wagennummer gekennzeichnet.

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Ab 1970 erhielt der gesamte Fahrzeug- und Maschinenpark des Ostberliner VE Kombinat BVB das EDV -Wagennummernsystem

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Ehemaliger Triebwagen 27 der Schöneberger Untergrundbahn (Baujahr 1912), zu einem Beiwagen 769 umgebaut, ab 1970 mit der EDV-Nummer 175 445

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AIU in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde.

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Nördliche Tunnelrampe der Hochbahnstrecke A in der Schönhauser Allee

Ex 55 (zweite Besetzung) Baujahr 1926 nach Auffahrunfall im September 1977 in Potsdamer Platz

Ehemaliger Triebwagen 55II der 18. Lieferung (Baujahr 1926) nach einem Auffahrunfall im Bahnhof Potsdamer Platz am 14.9 .1977

AI Triebwagen 125 452 auf der Hochbahnstrecke A

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Die Hauptuntersuchung an den Fahrzeugen übernahm für das Ostnetz mangels einer eigenen Hauptwerkstatt für den Betriebsbereich U-Bahn das Reichsbahn Ausbesserungswerk Schöneweide. Hier auf dem Güterbahnhof Schöneweide  A1- Wagen zur Anlieferung in das RAW

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Ab 1984 erhielten die Fahrzeuge des Berliner Nahverkehrs die “Hauptstadtlackierung” verpasst. Alle Verkehrsmittel der BVB sowie die von der Reichsbahn betriebene S-Bahn wurden in den folgenden Jahren bis 1989 entsprechend nach dem Farbkonzept umlackiert. Die Farbgebung war bei den Mitarbeitern und Berlinern unbeliebt. So ist wohl zu begründen, wieso heute kein Museumsfahrzeug diese Farbgebung trägt.

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Frisch verpackt zur Überstellung in das U-Bahnnetz der BVB

A1 Tw 710 012 ex 125 400 ex 18(II) - Stromwagen -  Bw Fi 1987 Foto Detlef Jentzsch

Einige AI-Triebwagen wurden von der BVB bis 1993 auch als Arbeitsfahrzeug verwendet. Als Rangiertriebwagen für Zugbewegungen in der Betriebswerkstatt Friedrichsfelde (Bw Fi) oder als Triebwagen vor Materialwagen für den Baudienst auf den Ostberliner Strecken A, D und E. Eine Tunnelverbindung von der Strecke A zur Strecke C war 1988/1990 in Bau, jedoch entfiel die Notwendigkeit durch die politischen Ereignisse im Herbst 1989, so dieser nicht fertiggestellt wurde. Diese Rangiertriebwagen waren in der damals typischen grünen Arbeitszuglackierung kenntlich gemacht. Dieser hier abgebildete Triebwagen 710 012 diente als Stromwagen zur Überführung von Kleinprofilzügen vom A/E- Verbindungtunnel am Bahnhof Klosterstraße zur Betriebswerkstatt Friedrichsfelde im Großprofilnetz. Stromwagen waren grundsätzlich in der Farbgebung der Fahrgastzüge gehalten.  Der Triebwagen 18 (zweite Belegung) wurde 1926 in der 18. Lieferung gebaut und erhielt im Zuge der Umnummerierungen in das EDV-System die Wagenkennung 125 400. 1981 wurde der Triebwagen für den Dienst als Stromwagen mit der Arbeitszugnummer 710 012 verwendet. In der ersten Januarwoche 1995 wurde der Wagen verschrottet. Mehr zum Thema Stromwagen siehe hier

Bahnhof Thälmannplatz, Zugtyp A1, Triebwagen 520-2 am 09.03.1979 (Foto: Harald Kunkel für Berliner Verkehrsseiten www.b-v-s.berlin )

Endbahnhof für den Fahrgastbetrieb 8/1961 bis 11/1993. Der nächste Bahnhof Richtung Westen (U-Bahnhof Potsdamer Platz ) lag direkt unter dem Grenzgebiet und teilweise in Westberlin. Dieser Gleisbereich wurde nur zum Abstellen von Zügen der BVG-Ost verwendet. Siehe dazu unter: U-Bahn im Transitverkehr

Schönhauser Allee mit Zugtype A1, Triebwagen (Tw)  540-3 am 09.03.1979 (Foto: Harald Kunkel für Berliner Verkehrsseiten www-b-v-s.berlin )

Auf der Hochbahn: Links die Schachbretttafel (Aufforderung zur Selbstabfertigung). rechts noch die alte Hochbahn -Signaltechnik mit mechanischer Fahrsperre. Zur Zugsicherungstechnik siehe in der Rubrik “Stellwerke - Zugsicherungstechnik

Hochbahnstation "Schönhauser Allee" (Sh)  mit Zugtyp A1 (Triebwagen  550-8 )am 09.03.1979 (Foto: Harald Kunkel, für die Berliner Verkehrsseiten * Keine Weiterverwendung erlaubt*)

Beliebter Standplatz im letzten Wagen: Der vom Fahrgastraum zugängliche Zugbegleiterplatz mit Ausblick auf die Strecke

Sh (Schönhauer Allee) A1 Triebwagen 400-7 am 09.03.1979 (Foto: Harald Kunkel für Berliner Verkehrsseiten)

Abendaufnahme auf der Berliner Hochbahn (Schönhauser Allee, 1979)

Sp (Spittelmarkt) mit A1-Triebwagen  554-0 am 09.03.1979 (Foto für Berliner Verkehrsseiten: Harald Kunkel)

Viele Erinnerungen werden hier wohl bei den Lesern wach. Bilder aus dem Alltag der Einsatzzeit bieten eine einmalige Authentizität, die nachgestellte Bilder mit Museumszügen nicht erfüllen können. Zu viele Details der Streckenanlage haben sich dazu bereits verändert.

A1 Triebwagen 554-0 Einfahrt in den Tunnel Richtung Pankow 09.03.1979 (Foto für die Berliner Verkehrsseiten: Harald Kunkel)

Gleicher Triebwagen 554-0 hier bei Einfahrt in den Tunnel Richtung Pankow, Vinetastraße

Der letzte Einsatztag der Zugtype AI im Ostnetz war im November 1989. Ein Museumszug ist erhalten geblieben, der mit dem Museumszug aus dem Westnetz 1992 vereinigt wurde.

AI Bilderstrecke vor Trennung der BVG (1949)        A1 Bilderstrecke im Westnetz

    Bildmaterial aus dem Archivbestand der Berliner Verkehrsseiten. 4/2010

     Zusammengestellt von Markus Jurziczek von Lisone.                                              Ergänzungen in Text und Bild gerne an die Redaktion

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